KGV Hospitalwiesen e.V.
KGV Hospitalwiesen e.V.

 

 

Gartenordnung

 

 

Diese Gartenordnung ist eine Ergänzung der Satzung des KGV Hospitalwiesen Celle e.V. und Bestandteil des Unterpacht­vertrages. Besonders zu beachten ist der gültige Bebauungsplan der Stadt Celle für das Vereinsgelände. Der Verein ist Pächter der Gesamtfläche. Er kann gesetzliche Rahmenregeln nach eigenen Beschlüssen für seine Mitglieder und Besu­cher der Anlage eingrenzen. Wird ein vom Vorstand festgestellter rechtswidriger Zustand nach zweimaliger Aufforderung durch den Pächter nicht beseitigt, kann der Vorstand den ordnungsgemäßen Zustand auf Kosten des Pächters herstellen lassen.

 

1. Allgemeines

 1. Die Freiheit der Kleingärtner und ihrer Besucher ist begrenzt durch die allgemein gültigen Vorschriften        und Gesetze, durch Regeln des Vereins und außerdem durch die Rechte und berechtigten Wünsche          der Nachbarn und anderen Ver­einsmitglieder. Das Vereinsgelände dient vorrangig der

    kleingärtnerischen  Nutzung.

 

   2. Jeder Kleingärtner ist berechtigt, seine Nachbarschaft gegebenenfalls auf die Einhaltung der Gartenordnung anzuspre­chen.

 

     3. Jeder Unterpächter ist verpflichtet, den fachlichen Weisungen des Vorstandes und des Fachberaters 

         Folge zu leisten.

 

2. Der eigene Garten

 

2.1. Kleingärtnerische Nutzung

 

1.   Der Unterpächter darf seinen Garten nur kleingärtnerisch nutzen. Kleingärtnerische Nutzung bedeutet        die nichterwerbs­mässige gärtnerische Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Garten-

      bauerzeugnissen für den Eigenbedarf und die Erholung im Garten.

 

2.   Der Garten darf nur vom Unterpächter mit seinen Familienangehörigen bzw. Lebenspartnern zur                Versorgung des eige­nen Haushaltes bewirtschaftet werden. In Krankheitsfällen und während des

    Urlaubs kann fremde Hilfe   zur Instandhaltung und Bewirtschaftung des Gartens in Anspruch                 genommen werden.    Jede gewerbliche Betätigung im Kleingarten ist verbo­ten.

 

2.2. Anpflanzungen von Waldbäumen und Straßenbäumen

 

Anpflanzungen von Waldbäumen und Straßenbäumen sind nicht erlaubt. Das gilt nicht für  Nadelhölzer, die von Natur aus nicht höher als 3 m werden.

 

2.3. Anpflanzungen von Obstbäumen und Beerensträuchern

 

1.  Bei Neuanpflanzungen von Obstgehölzen sind vorrangig niedrige Baumformen zu verwenden.             Obstbäume und Beeren­sträucher sind regelmäßig und sachgerecht zu schneiden.

 

2.  Nachbargärten dürfen weder durch übermäßigen Schattenwurf, noch durch Nährstoffentzug beeinträchtigt werden.

 

3.  Die Grenzabstände sind bei der vorhandenen regelmäßigen Parzellengröße besonders wichtig und gelten wie folgt:

 

Wuchshöhe (ausgewachsen)

Grenzabstand, mindestens

1,20 m

0,25 m

2,00 m

0,50 m

3,00 m

0,75 m

5,00 m

1,25 m

15,00 m

3,00 m

 

 

 

 

 

 

2.4. Baulichkeiten

 

 

1.Die Kleingartenanlage ist planungsrechtlich eine Grünfläche. Baulichkeiten sind daher die Ausnahme und nur im Rah­men des Bundeskleingartengesetzes, des Bebauungsplanes und den allgemeinen Bauvorschriften zulässig.

 

2. Der Unterpächter ist verpflichtet, vor Beginn jeglicher Bauarbeiten die Genehmigung des Vorstandes

   einzuholen. Bauten müssen einfach und fachgerecht erstellt werden. Eine Rohbauabnahme erfolgt             durch den Vorstand. Ist die Laube nicht fachgerecht erstellt, kann der Vorstand den Abriss verlangen.

   Die Laube ist in gutem Zustand zu halten. Als Baulichkeiten zählen alle mit der Erde fest verbundenen       Gegenstände (auch z.B. Fahnenstangen, gemauerte Grills, aus Ortbeton herge­stellte Wege,

    einfache Regenschutzüberdachungen).

 

3. Folgende Unterlagen sind dem Vorstand in doppelter Ausfertigung einzureichen:

   Lageplanskizze einschließlich der Lage der Lauben in den benachbarten Gärten, Standort der

   Laube und des Kompost­platzes, Maßstab 10m = 1,5 cm

 

4 .Grundrissskizze der Laube mit überdachtem Freisitz bzw. der sonstigen Baulichkeit im Maßstab

    1m = 2,5 cm

 

5. Ansichtsskizze der Laube bzw. der sonstigen Baulichkeit mit vorgesehenen Türen und Fenstern im

    Blickbereich von Nord, Süd, Ost und West im Maßstab 1 m = 2,5 cm.

 

6. Beschreibung des Baumaterials und der Art der Ausführung der Fundamente, Wände und Dach unter

     Angabe der Holz­stärke für die Dachkonstruktion.

 

7. Bei Gartenlauben darf die überdachte Grundfläche, inklusive Freisitz 24 qm nicht überschreiten.

    Die Firsthöhe bei Satteldächern darf 4 m, bei Pultdächern 3 m und bei Flachdächern 2,5 m betragen.          Die Traufhöhe darf maximal 2,5 m betragen. Der Dachüberstand darf horizontal 0,5 m nicht

    überschreiten. Es ist nur ein Gebäude für jeden Garten zulässig. Anbauten sind in gleichem Material ie      die Laube auszuführen.

     Bei Anbauten muss eine einheitliche Gesamtansicht gewährleistet sein. Die Ausführung ist nur mit

     feuerhemmen  dem Material zulässig.

 

8. Der Abstand zu benachbarten Lauben muss mindestens 6 m, der Abstand zum Graben bzw. zur

     rückwärtigen Grenze mindestens 1,5 m betragen. Die Abstände können nur in besonders begründeten

     Ausnahmefällen mit Genehmigung des Vorstandes verringert werden.

 

9.  Als Toiletten dürfen handelsübliche Trocken- oder Campingtoiletten verwendet werden.

 

10. Komposthaufen müssen von Lauben und Hauptwegen mindestens 10 m entfernt sein.

 

11. Gewächshäuser bedürfen der Genehmigung des Vorstandes und sind als Sonderbauten nur in

      ordnungsgemäßer Bau­ausführung erlaubt. Die Grundfläche darf 8 m2 nicht überschreiten.

 

12. Spielhäuser dürfen nur kindgerecht (Verletzungsgefahr) erstellt werden. Die Höhe darf 1,50 m und die

      Grundfläche 2,5 m2 nicht überschreiten.

 

13. Gartenzäune zum Nachbarn sollen 0,5 m Höhe nicht überschreiten. Stacheldraht ist unzulässig.

      Im Bereich der Laube darf die Abgrenzung als Sichtschutz höher sein. Die Gartennummer ist deutlich        sichtbar auf der Pforte anzubringen.

 

 

2.5. Ruhestörungen

 

1. Jeder Pächter hat sich so zu verhalten, das er keinen anderen und und die Gemeinschaft 

  nach den Umstän­den vermeidbar, stört oder belästigt. Er ist für das Verhalten seiner

  Besucher verantwortlich.

 

2. Alles was die Ruhe, Ordnung und Sicherheit im Kleingarten beeinträchtigt ist unbedingt zu

    vermeiden, insbesondere Lärmen, laute Musik, Schießen, Hundegebell.

 

3. Lärmverurasachende Geräte zum Bohren, Schlagbohren, Trennen, Schleifen, Sägen etc. sind nur als 

   Elektrogeräte und nur für die zwingende Anwendung bei der kleingärtnerischen Nutzung und dem

   Erhalt der eigenen Laube erlaubt

 

            Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr und von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr

            Samstag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr

 

Das gilt auch für andere sehr laute handwerkliche Arbeiten ohne Maschinen, wie Nageln oder        Holzhacken.

 

4.   Das Betreiben von Geräten der Rasen- und Heckenpflege ist zusätzlich erlaubt von

 

            Montag bis Freitag von 10.00 Uhr -13.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr

            Samstags von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 15:00 bis 17:00 Uhr

 

5.   Die vorgenannten einschränkenden Zeiten gelten nicht vom 1.Oktober bis 31. März jeden Jahres.

 

6.  Die Mittagsruhe von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und die Sonn- und Feiertagsruhe sind in jedem Falle

    in der Zeit vom  01.April. – 30.September einzuhalten. Kinder sollen in dieser Zeit zur Ruhe eingehalten       werden.

 

            Die Mittagsruhe in der Zeit vom 01. Oktober bis 31.März ist aufgehoben.

 

7.   Für die Arbeitsausführung durch gewerblicher Betriebe, bei einem besonderen Arbeitsaufwand und bei

      Arbeiten für den Verein werden Zeiten durch den Vorstand festgesetzt.

 

8.   Geräte mit Verbrennungsmotoren sind im Einzelfall nach Genehmigung des Vorstandes erlaubt.

 

 

2.6. Tierhaltung

 

1.  Das Halten von Großvieh, Hunden und Katzen ist verboten. Die Hobby-Haltung von Kleinvieh, wie

     Kaninchen,  Hühner, Tauben und von Bienenvölkern kann der Vorstand unter näheren Anweisungen

    gestatten. Durch die Tierhaltung darf der Gesamteindruck der Anlage, wie auch des einzelnen                   Gartens sowie die kleingärtnerische Nutzung nicht beeinträchtigt und die Gartengemeinschaft

   nicht gestört werden.

 

2.  Auf den öffentlichen Wegen sind mitgeführte Hunde anzuleinen.

 

2.7. Brauchwässer

 

Für das Bohren von Brunnen ist ein Genehmigungsantrag beim Vorstand zu stellen. An jedem Brunnen muss das Schild >Kein Trinkwasser< angebracht werden, sofern die Eignung als Trinkwasser nicht durch Sachverständige festgestellt wor­den ist.

 

 

2.8. Abfallbeseitigung

 

1.  Das Kleingartengelände ist nicht an die öffentliche Müllabfuhr angeschlossen. Restmüll und Wertstoffe       sind über den Hausmüll (Anschluss der eigenen Wohnung) zu entsorgen. Gartenabfälle sind

     grundsätzlich zu kompostieren oder bei Befall mit Krankheiten auf eigene Kosten zu entsorgen.

 

2. Zur Reinhaltung der Luft ist das Verbrennen von nicht kompostierbaren Gartenabfällen nur mit             Genehmigung der Ord­nungsbehörde gestattet. Die jeweils gültigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften

    sind zu beachten.

 

3. Der Vereins-Lagerplatz im Birnenweg dient nur der Kompostierung von Grünschnitt vom vereinseigenen

    Gelände. Aus Kleingärten darf dort nichts abgelagert werden.

 

 

 

 

2.9. Bekämpfung von Schädlingen

 

Der Unterpächter ist verpflichtet, bei behördlichen oder vom Verein angeordneten Maßnahmen zur Bekämpfung von Rat­ten, Ungeziefer und anderen Schädlingen, sowie von Unkraut, mitzuwirken. Dabei entstehende Kosten hat er anteilig, oder, soweit sie nur seinen Garten betreffen, allein zu tragen.

 

 

 

 

 

2.10. Wertermittlung

 

Die Wertermittlung bei Aufgabe des Gartens erfolgt nach Empfehlungen des Landesverbandes. Diese Empfehlungen sind vom zuständigen niedersächsischen Landesministerium genehmigt. Die Wertermittlung wird durchgeführt von besonders geschulten und vom Vorstand beauftragten Fachberatern. Es werden nur Baulichkeiten und Anpflanzungen bewertet, die in den Wertermittlungsrichtlinien aufgelistet sind.

 

3. Nutzung des Vereinsgeländes und der Gemeinschaftseinrichtungen

 

3.1. Einfriedung

 

1.   Die Umzäunung der Gesamtanlage ist in gutem Zustand zu halten.

 

2.  Für die Hecken an den Zugangswegen ist Liguster zu verwenden. Die Hecken sind auch am Boden

     frei von Unkraut und von Fremdgehölzen zu halten. Der Schnitt sollte einheitlich in Abstimmung

     mit den Nachbarn,  maximal 1,20 m hoch, unten max. 40 cm breit, oben maximal 30 cm breit, erfolgen.

 

3.2. Wege

 

1.  Jeder Unterpächter hat die an seinen Einzelgarten grenzenden Wege bis zur halben Breite von

     Un­kraut frei und sauber zu halten, sofern der Vorstand nicht eine andere Regelung trifft. Das Befahren

    der Wege mit Kraftfahrzeugen ist nur in Schrittgeschwindigkeit (Spielstraße) und zum Be- und                     Entladen   bzw. Ein- und Aussteigen erlaubt. Das Anfahren des eige­nen Gartens mit

     motorisierten Zweirädern ist erlaubt. Das Abstellen von PKW, Wohnwagen und Anhängern im

    Kleingar­tenge­lände ist verboten. Parken ist nur mit besonderer Genehmigung des Vorstandes erlaubt.

 

2.  Die Tore werden in den Sommermonaten nach Beschluss des Vorstandes geöffnet:

     Mittwochs von 15.00 Uhr bis maximal 19.00 Uhr (je nach Tageslicht nur bis 18.00 Uhr)

     Samstags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

     Während dieser Öffnungszeiten soll möglichst kein Schüttgut (Kies, Stallmist, etc.) angeliefert werden.

 

3.  Derartige Materialien sind auf einer ausgebreiteten Folie abzuladen und sind unverzüglich, spätestens     bis Einbruch der Dunkelheit zu entfernen. Fußgänger und Radfahrer dürfen nicht behindert werden.       Schäden an den Wegen müssen vom Verursacher beseitigt werden.

 

4. Das Vereinshaus kann nach Maßgabe des Pachtvertrages und nach besonderer  Vereinbarung mit dem

    Vorstand angefah­ren werden. Die Belieferung ist zu jeder Zeit möglich.

 

5.  Die Wege werden im Winter nicht von Schnee und Eis geräumt.

 

3.3. Beleuchtung

 

Die Beleuchtung von Birnenweg, Helmuth-Hörstmann-Weg und Wilhelm-Fricke-Weg wird durch das Vereinshaus während der Öffnungszeiten veranlasst. Die übrigen Lampen werden, je nach Jahreszeit, maximal bis 22.00 Uhr betrieben.

 

3.4. Grabenentwässerung

 

1. Die Gräben innerhalb der Anlage sind von den Anliegern in der gesamten Breite von Laub, Abfall, Unkraut, Müll und Schwemmsand zu reinigen

- von den Anliegern des Birnenweges und des Pflaumenweges an ungeraden Jahren

- von den Anliegern des Apfelweges an geraden Jahren.

 

2. Störungen der Oberflächenentwässerung oder Verschmutzungen von vorhandenen Gewässern sind zu unterlassen. Überbauungen der Gräben sind zu unterlassen. Stege zu Nachbarn müssen für eine Begehung leicht zu entfernen sein. In jedem Garten muss zu dem dazugehörigen Graben ein Zugang geschaffen werden. Der Vorstand kann besondere Anwei­sungen wegen der Grabenreinigung erteilen.

 

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Redaktionelle Änderungen und Anpassungen an geänderte Rechtsvorschriften können vom Vorstand vorgenommen wer­den. Die Änderung der Gartenordnung ist beschlossen in der Mitgliederversammlung am 16.03.2019 und gilt ab sofort.

 

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